Hochaltar Kanzel
3-Ärzte Kapelle Chorgestühl
Orgelempore Kaisergrab
Reliquienschrein Teppich
Kanzel
Die Kanzel kam zwar erst 1822 in die Kirche, ist aber älter.

Als Erzbischof Johann VII. von Schönberg (1581-1599) Kurfürst von Trier wurde, ließ er die Prümer Abteikirche renovieren und gab dem Trierer Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann eine Kanzel für Prüm in Auftrag.

Wieweit Hoffmann selbst an der Kanzel Gearbeitet hat, läßt sich nicht feststellen, wenn auch seine Initialen H.R.H. an der Kanzel eingraviert sind.

Das Bildprogramm geht fast vollständig auf die aus seinen Werken bekannten Darstellungen zurück.

Hoffmann stammte aus der Pfalz und war über die Niederlande nach Trier gekommen, wo er den Petrusbrunnen auf dem Hauptmarkt und die Domkanzel ge-
schaffen hat.

Die Prümer Kanzel zeigt in ihrem tektonischen Aufbau nachwirkende Gotik, während man in den Ornamenten die Renaissance verspürt.

Kanzel
Auf einem einfachen Sockel steht ein acht-
eckiger Fuß, geziert mit Engelsköpfen, Frucht- und Laubgehängen.

Darüber erhebt sich der aus vier Reliefbildern aufgebaute Kanzelkorb aus hellem Sandstein.
Von der Kanzel wird das Wort Christi verkündet, das Licht der Welt, worauf die Inschriften unter den Szenen hinweisen, so die „Verkündigung“,  „Geburt Christi“,  „Taufe Jesu im Jordan“ und die „Auferstehung“.

An der Vorderseite ist das Wappen des Stifters angebracht: das Trierer Kreuz in Feld eins und vier, die Schönberger Kreuze in Feld zwei und drei sowie darüber als Herzschild das Wappen der Abtei.

Beim Abbruch der „goldenen Kirche“ der alten Abteikirche im Jahre 1721 kam die Kanzel als einziger Einrichtungsgegenstand dieser Kirche in die Stiftskirche und kehrte nach deren Abbruch wieder in die Abteikirche zurück.
Kanzel
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